Reisetagebuch Juni 2008

01. bis 07. Juni 2008 - States of Mississippi/Louisiana/Arkansas/Missouri/Iowa

Der Mississippi River hat im Lauf der Jahrhunderte oft sein Flussbett geändert. In Pointe Coupée im Bundesstaat Mississippi bildete er einen schmalen See, an dessen Ufer im Jahr 1750 Parlange Plantation gebaut wurde - ein Kolonial Haus im französischen Stil. Wir haben Glück und auch ohne Anmeldung werden wir durch das fantastische Anwesen geführt. Noch immer bewohnt von einer direkten Verwandten des Erbauers, gestattet uns die reizende Madame Einblicke in ein Leben vor 250 Jahren. Heute bewirtschaften die weitläufigen Landflächen keine Sklaven mehr - es sind kräftige Burschen aus den umliegenden Dörfern. Auch ist es keine Baumwolle und kein Zuckerrohr - Viehzucht und Maisanbau haben alles andere abgelöst. Die Hautfarbe der Arbeiter ist dennoch schwarz geblieben.


Route 61 - der Blues Highway führt in den Norden des Bundesstaates. Ortsnamen wie Greenville, Cleveland, Rosedale, Lambert und schließlich Clarksdale sind für Kenner des Delta-Blues fast schon Wallfahrtsorte. Charley Patton, "The Voice Of The Delta" oder Muddy Waters sind ein fester Begriff. Nur die Musik dazu - der Blues - ist kein fester Bestandteil in einem willkürlichen Reisekalender, wie dem unsrigen. Niemand weiß genau wann und wo eine Session läuft, schon gar nicht an einem Dienstag...
So bleibt uns nur Musik aus dem Lautsprecher und der Besuch der legendären Kreuzung der Highways 49 und 61 in Clarksdale, bekannt als The Crossing, wo viele der Delta-Musiker den Greyhound-Bus nach Chikago bestiegen haben, um dort ein besseres Leben zu finden. Heute ist vieles im Städtchen Clarksdale verlassen, verfallen, zerstört oder einfach geschlossen. Sogar das weitum bekannte Blues-Museum ist nur am Freitag und Samstag geöffnet. Im Lokal des Schauspielers Morgan Freeman, dem Madidi sind wir die einzigen Gäste an der Bar, Bier gibt es nur aus Flaschen - fein säuberlich und eben in eisige Gläser abgefüllt. Meine Frage nach dem Blues-Leben in der Stadt beantwortet der schwarze Kellner mit einem Lächeln und den Worten: "... you never know where and when" (siehe oben).


Route 49 quert den Ol' Man River und führt uns in das Städtchen Helena im Bundesstaat Arkansas. Auch hier viel Geschichte um den Delta Blues mit dem gleichen Ergebnis wie über dem Fluss: Die lokale Szene gibt sich bedeckt, Termine und locations sind irgendwie Geheimtipps. Einzig das jährliche Festival ist bestens angekündigt und beworben, doch es findet erst im Juli statt. So sind wir rasch in Richtung Norden unterwegs, wo die Berge - besser Hügel - der Ozarks Abkühlung versprechen. Auch wenn wir mittlerweile die Hitze gewöhnt sind, so ein frisches Lüfterl in den Wäldern tut auch ganz gut. Das frische Lüfterl entwickelt sich zu einem heftigen Sturm und an unserem Waldcamp beutelt er ganz kräftig die Wipfel über uns. Der Ranger versichert aber, dass es sich nur um normale Gewitterstürme handelt, die großen Regenfälle haben bereits vor einer Woche statt gefunden - danke...

Wir vermeiden weiterhin wenn irgendwie möglich die Main Highways und kommen auf den bestens ausgebauten kleinen Straßen auch recht gut voran. Die Grenze zum Bundesstaat Missouri wird von riesigen Ansiedlungen fast verdeckt, die Stadt Branson beginnt bei Meile 5 und endet bei Meile 26. Nicht viel besser ist es in Springfield, wo wir aber wegen weiterer Unterlagen für die Reise zum AAA (amerikanischer Automobil Club) in die Stadt müssen. Was am Stadtplan wie ein kurzer Trip aussieht, entpuppt sich als 90 Minuten Rundreise - doch danach sind wir bestens mit Straßenkarten und Campbooks ausgestattet. Der Treibstoffschock wird etwas gemildert - USD 3,61 für eine Gallone ergeben beim Volltanken nur mehr USD 65,00... - pro Tank wohlgemerkt, denn unser lieber Truck hat ja zwei davon! OK, solange wir auf der Anreise sind (die eigentliche Tour beginnt für uns ja erst ab Vancouver Island), haben wir mit diesen Ausgaben täglich zu rechnen. Und sanftes Fahren, sprich langsam beschleunigen, sowie Maximum 55 Meilen (entspricht Tempo 90) verringern den Durst unseres Gefährtes ganz erheblich. Wer aber glaubt, dass die Amerikaner Gleiches tun, der irrt gewaltig. An der Kreuzung wird gestartet wie in Indianapolis, ist Tempo 70 erlaubt, dann wird auch so schnell gefahren und jeder noch so kurze Weg wird per Automobil erledigt. Höhepunkte dabei sind am Campground Fahrten zum Waschhaus - ganze 300 Meter, die ja zu Fuß viiiieeel zu anstrengend sind!

Auch in Missouri gibt es einen Lake of the Ozarks, der im Nachspann den Namen "Harry Truman Reservoir" führt. Darin sieht man, dass es sich um einen künstlichen, weil aufgestauten See handelt, der an seinen Ufern gnadenlos touristisch genützt wird. Für uns eine Gelegenheit, weitere benzinfressende Gefährte der US-Bürger zu sehen. Motorboote, so genannte Speedos (Motorräder auf Wasser oder Jet Skies) und ATV's (All Terrain Vehicle) werden an allen Ecken angeboten. Letzteren ist ein ganzer Park freigegeben, wo diese allradgetriebenen Vehikeln den Boden zerstören und die Luft verpesten. Wir zählen etwa 40 Gefährte am Parkplatz des Camps...


Das Wetter hat sich dramatisch verändert, starker orkanartiger Wind beeinträchtigt unsere Fahrt. Die Route führt um Kansas City herum und schwenkt nordwärts zur Grenze des Bundesstaates Iowa. Auch auf dem Highway ist nur ein maximales Tempo von 40 mph möglich, der Sturm nimmt zu. In einem State-Park gleich über der Grenze flüchten wir ins Unterholz, der Ranger sagt für die kommende Nacht nichts Gutes voraus. Und er soll Recht behalten: Es beutelt und schüttelt unsere Rosinante in alle Richtungen, die Gläser klirren im Kasten. Zum Wind kommen dann noch sintflutartige Regenfälle dazu - wir fühlen uns wie in einem riesigen Waschbottich. Die Weiterfahrt gleicht einer Flucht. Nur rasch nordwärts, denn dort ist Wetterbesserung zu erwarten. Hatte der Missouri-River schon in den letzten Wochen schon viel Land unter Wasser gesetzt, so legt er jetzt noch etwas nach. Felder und Straßen sind überschwemmt - der Highway gleicht einem Damm, über den wir uns vorwärts kämpfen. Bei Sioux City queren wir die Grenze zu South Dakota und schwenken ab in Richtung Westen - die weiten Ebenen der Prärie liegen vor uns, herrliche Bilder unter einem aufklarenden Himmel.

Nachsatz dazu: In Council Bluffs im Staate Iowa hat der Tornado der vergangenen Nacht ein Pfadfindercamp zerstört. Dabei sind vier Menschen ums Leben gekommen. Der Wambousie- State-Park, wo wir die Nacht verbrachten, liegt 45 km entfernt...

Wahloptionen für 2009

Am Flughafen in Washington werden Fan-Artikel von Hillary Clinton bereits um 50% verbilligt

 

Acharting in Florida

Gemeinsam mit Terryl, Janet, Lorel und Magda eröffnen wir in Lakeland einen neuen Vorort

Saint Joseph State Park

Ein Bad bei Sonnenuntergang ist bei 35° Lufttemperatur eine willkommene Erfrischung

 

Sonnenanbeter(in)

Zwei Tage am Strand des Golfes auf der Halbinsel Saint Joseph sind ein schöner Reiseauftakt

Magnolia Gigantus

Magnolienbäume mit 10 Meter Höhe - in den Südstaaten wachsen diese prächtigen Pflanzen in der Wildnis

 

Parlange Plantation

Französische Kolonialbauten werden heute als Hotels geführt - dieses stammt aus dem 18. Jahrhundert

Parlange Plantation

Die Eigentümerin macht mit uns eine Privat-Führung durch die prächtige Anlage

 

Fähre über den Mississippi

Der Old Man River ist hier etwa einen Kilometer breit, eine Fähre bringt uns sicher ans andere Ufer

Saint Francisville

Am anderen Ufer spazieren wir durch den alten Teil der Stadt Saint Francisville

 

Clarksdale in Mississippi

Der Blues Highway No. 61 kreuzt hier mit No. 49 - ein legendärer Ausgangspunkt vieler Musiker

Clarksdale Fairgrounds

Hier können wir bequem die Kabine abstellen und mit dem Truck die Stadt erkunden

 

Clarksdale Downtown

Die alte Greyhound-Station ist heute eine Museum - hier war Startpunkt einer Busreise nach Chikago

Clarksdale Downtown

Legendäre Musiker des Delta-Blues haben ihre Spuren hinterlassen

 

Clarksdale Downtown

Im Museum und im Lokal Ground Zero ist leider nur am Wochenende High Life...

Helena in Arkansas

Hier wird im Juli das größte Blues-Festival des Landes abgehalten - so lange können wir leider nicht warten...

 

Helena Downtown

Im Delta-Blues-Center lesen wir spannende Geschichten über Howlin Wolf und Muddy Waters und deren Musik

Helena Downtown

Zurzeit ein verschlafenes Städtchen mit vielen historischen Gebäuden

 

Helena Downtown

Braut wartet auf Bräutigam? Im Geschäft darunter wird Kleidung verkauft - eine pfiffige Werbung

Helena Downtown

Und wie überall Erinnerung an den Krieg der Süd/
Nordstaaten - auch ohne drugs allgegenwärtig

 

Rolling Fork

Mitten im Staate Arkansas eine Bärwarnung mit Speedlimit - für Bär oder Autofahrer?

08. bis 14. Juni 2008 - States of South Dakota/Wyoming/Montana/Idaho

Auf der Landkarte ist es fast ein gerader Strich - Highway 50 nach Westen. Zum Teil entlang des Missouri-River und an der Grenze zu Nebraska führt er uns durch dünn besiedeltes Gebiet. Aber da heute ohnehin ein reiner Fahrtag eingeplant ist, ist es gut zum Meilen machen. Allerdings soll man dabei die Rechenmaschine im Kopf ausschalten, die unweigerlich immer dann auftaucht, wenn der Gasoline-Preis an die 4-Dollar Marke herankommt. Wie viel kostet einmal voll tanken, wie weit kommt unsere Rosinante damit, was ergibt das auf einen Kilometer/Meile?

Spektakuläre Landschaften lenken ab, verleiten zu Fotostopp's und kurzem Füße vertreten. Highway 18 geht unterhalb der Badlands durch Indianer-Reservat, vorbei an Wounded Knee, einer eigentlich makabren Gedenkstätte aus der glamourösen Zeit der Sioux, Cheyenne und Blackfoot Indianer. Aber der Weiße Mann hat ein ständiges Bedürfnis der Wiedergutmachung und so werden National Historic Sites an Plätzen eingerichtet, wo sie gnadenlos unter den Urbewohnern gewütet haben (zu Wounded Knee gibt es eine berührende Geschichte von Häuptling Sitting Bull).
Ein Nachsatz zur Geschichtenbewahrung der Amerikaner: Der Missouri-River wird bei Pickstown durch einen gewaltigen Staudamm zur Stromerzeugung benutzt. Im Visitor Center wird der Besucher darauf hingewiesen, dass das Sammeln von historischen Gegenständen (hier werden Indianer sogar prehistoric bezeichnet) an den Ufern streng verboten ist. Der Staudamm wurde im Jahr 1959 gebaut - was bitte liegt da nun alles UNTER Wasser?


Die Black-Hills im Westen von South Dakota sind bereits alte Bekannte. In der Nähe von Hot Springs verbringen wir die erste richtige Outdoor-Campernacht mit Lagerfeuer und allem Drum und Dran, die Temperaturen haben sich nach oben orientiert. Vorbei am Custer-State Park ("Der mit dem Wolf tanzt" wurde hier teilweise gefilmt), am Crazy-Horse-Monument, das nach 25 Jahren Bauzeit immer noch lediglich das Gesicht des Häuptlings erkennen lässt und Mount Rushmore National Monument (wo vier Gesichter amerikanischer Präsidenten zu sehen sind und stündlich die Hymne abgespielt wird) erreichen wir am Dienstag Sturgis. Nicht Eingeweihten sagt der Name des Städtchens gar nichts - aber Fans von Harley Davidson Motorrädern lässt allein die Erwähnung dieses Wallfahrtsortes die Herzen höher schlagen. Alljährlich am ersten Wochenende im August - und das beginnt bereits am Mittwoch(!) - finden sich hier an die 500.000 bis 600.000 Motorräder zu einem gigantischen Treffen ein. Die Stadt Sturgis hat 6.000 Einwohner - Anfang August sind es geschätzte 800.000 !!!
Wir besuchen kultige Plätze wie den Knuckle Saloon und die Harley Davidson Schau, auch in der Nebensaison röhren einige Biker durch den Ort. Das Mädel hinter der Bartheke erzählt uns etliche Stories aus der vorjährigen Augustwoche und dass sie nach fünf Tagen "Brrrrmmmbrrrmmm" eine Woche frei braucht!


Wyoming scheint so eine Art Wetterscheide zu sein, die Black Hills der Puffer - vor allem für schlechtes Wetter aus dem Westen. Der Devils Tower verschwindet hinter dichtem Regenschleier, der Himmel hat alles aufgemacht, was nur irgendwie Wasser enthalten hat. So sind wir eigentlich rascher als geplant wieder am Highway 90, den wir kurz nach Sheridan erst wieder verlassen. Highway 14 führt ab hier über die Bighorn Mountains zu einem der spektakulärsten National Parks: Yellowstone.

Die Überquerung dieser Bergkette wird von heftigem Schneetreiben begleitet. Doch sind wir hier auf 2.700 Metern Höhe und um diese Jahreszeit ist Schneefall noch was ganz Normales. Schneestangen entlang der Straße und einsatzbereite Schneepflüge bezeugen das. Unseren Übernachtungsplatz am Shell Creek wählen wir daher nach Höhenmetern aus: 1.500 sind es und die Nachttemperatur pendelt sich bei 6° ein - aber wir haben ja eine herrliche Heizung in der Kabine!

Die Städtchen Greybull und Cody warten mit viel Wild-West Aufmachung auf durchreisende Touristen, letzterer Ort war ja bekanntlich der Hauptwohnsitz von Buffalo Bill - wenn er nicht gerade mit seiner Schau unterwegs war. Heutzutage ist alles Schau in der Stadt, jeder Platz wo er gegessen, getrunken, geschlafen hat wird dokumentiert - lediglich sein Outdoor House haben wir nicht entdeckt...

Yellowstone - der älteste National-Park in den Staaten und von uns schon drei Mal besucht. Waren es immer die Herbstmonate, in denen wir Yellowstone durchstreift haben, so ist der Monat Juni eine Premiere. Und was für eine: Schon die Auskunft des Rangers an der Parkeinfahrt ist nicht unbedingt ermutigend - Schneefall in den höheren Teilen und zwei Straßen gesperrt! Doch bereits nach den ersten Kilometern (Meilen) sind Kälte und Schneefall vergessen. Ein junger Grizzlybär sitzt an einer Böschung und rupft seelenruhig Grasbüschel unter dem Schnee hervor. Glücklicherweise sind nur zwei Fahrzeuge stehen geblieben und so hält sich die Menschenbedrohung in Grenzen. Es gelingen herrliche Fotos...

An den Ufern des Yellowstone-Lake weiden Bisons. Einige von ihnen wechseln ganz gemächlich die Weidegründe und spazieren über die Straße, andere liegen in der Nähe von dampfenden Fumarolen und genießen die Wärme. Bei der Anfahrt zu den Wasserfällen des Yellowstone-River liegt ein Riesenexemplar direkt an der Straße zwischen den Kiefern - Ursula macht eine Porträtaufnahme aus acht Metern Entfernung!
Die Grand Falls und die darunter liegende Schlucht sind trotz des bedeckten Himmels ein farbiges Erlebnis. Vor allem Schwefel färbt die Wände in den prächtigsten Schattierungen und das Wasser gibt mit eisblauer Farbe einen tollen Kontrast dazu.
Im Geysirbecken von Norris wechseln minütlich die Licht- und Wolkenstimmungen - auch bei scheinbar ungünstigen Verhältnissen entdecken wir immer wieder faszinierende Details im dampfenden und fauchenden Gelände. So vergeht die Zeit schneller als gedacht und wir finden im angrenzenden Campground gerade noch ein schönes Platzerl mit Aussicht. Ein kleines Flüsschen mäandert durch eine weite, grüne Graslandschaft - im Hintergrund weidende Bisons und am Wasser Graugänse.

Der nächste Morgen erwartet uns mit strahlendem Sonnenschein, die Nacht war mit 4° Kühle gerade noch erträglich - immerhin sind wir hier auf fast 2.200 Metern Höhe. Die Weiterfahrt Richtung Mammoth Hot Springs hat gleich einen tollen Auftakt: Ein riesiger Wapiti-Hirsch rastet im Unterholz und eine Elchkuh mit Jungem äst an einer Lichtung. Allerdings ist sie auch von anderen Besuchern entdeckt worden und etwa 50 Leute wurschteln entlang der Straße und im angrenzenden Wald herum. Dies alles einbeziehend nähere ich mich aus weiterer Entfernung und steige im Wald hoch. Meine Vermutung ist richtig: Die Elchmama ergreift samt Baby die Flucht vor der Menschenmeute und saust direkt bei mir und meiner Kamera vorbei - bingo!

Naturschauspiele und dabei vor allem die unvorhersehbaren, wie heiße Quellen, unterliegen einzig und allein der Gewalt von Mutter Erde. So hat bei den Mammoth Hot Springs die einzigartige und vor allem äußerst fotogene Minerva Quelle zu sprudeln aufgehört. Auch Cleopatra ist versiegt und die Mineralablagerungen liegen nun trocken und grau vor uns. Dafür sind an anderer Stelle neue Quellen an die Oberfläche getreten und bilden fantastische Gebilde und farbenvolle Terrassen. So entdecken wir heute neue Naturwunder und haben dabei die Gewissheit, dass die Bilder aus den vergangenen Besuchen für uns doch immer erhalten bleiben.


Es ist Feitag, der 13. Juni. Da wir nur im positiven Sinne abergläubisch sind, ist dieser Tag genau so zu betrachten. Herrlicher Sonnenschein, wieder angenehme Temperaturen und vor allem Windstille ermöglichen eine abwechslungsreiche Weiterfahrt. Unser Fahrkalender ist wieder in der Zeit und nach einem längeren Aufenthalt an einem Campground in Bozeman - bereits im Bundesstaat Montana -  der hauptsächlich mit Wäschewaschen und sonstigen Reinigungen ausgefüllt ist, ist Highway 90 wieder unter den Rädern der Rosinante. Ein kleiner Abstecher führt uns in die Hauptstadt Helena und dahinter an die Continental Divide, welche hier von den Rocky Mountains gebildet wird. Diese Wasserscheide ist verantwortlich, ob ein Fluss in den Pazifik oder den Atlantik fließt - so einfach wird es auf der Hinweistafel erläutert.

Das Wochenende bringt viel Ausflugsverkehr mit sich, die Fahrt durch das Seengebiet im Panhandle von Idaho ist dementsprechend anstrengend. Auch die Blicke auf die Preisanzeigen der Tankstellen strengen an, denn großteils ist hier bereits die $ 4.00 Marke pro Gallone überschritten. Mit dem Bundesstaat Washington erreichen wir den letzten Abschnitt unserer diagonalen Querung und an einem schnuckeligen See auf den Ausläufern des Columbia-Plateaus genießen wir einen ruhigen Rasttag. Hier können wir bei einer weiteren Sucht vieler Amerikaner dabei sein - dem Fischen! Allerdings empfinde ich das weit, weit angenehmer als mit einem Motorvehikel durch die Gegend zu rauschen. Vor allem dann, wenn sich die Fischer per Ruderboot fortbewegen...

Weites South Dakota

Highway No.14 führt durch scheinbar endloses Farmland - pro qkm ist Platz für 1 Rind

 

Am Horizont von South Dakota

Unwetter kann man schon von weitem erkennen, doch nicht immer ausweichen

Cottonwood Springs Camp

In den Black Hills verbringen wir eine romantische Campnacht

 

Cottonwood Springs Camp

Das erste Lagerfeuer mit Outdoor - Küche
 

Sturgis oder Harley Davidson Mekka

Im Knuckle Saloon treffen sich Biker und neugierige Reisende

 

Devils Tower in Wyoming

Der Turm des Teufels in Gewitterlaune
 

Bighorn Mountains

Die Querung der Bighorn Mountains ist einsam und mit vielen Stopps zum Fotografieren verbunden

 

Bighorn Mountains

Ein gefrorener See erinnert an die mittlerweile gesunkenen Temperaturen

HWY 14 zum Yellowstone Park

Die Schneefälle der letzten Nacht sind hier sichtbar - 1800 Meter weit herunter

 

Städtchen Cody

Buffalo Bill ist nicht mit dem Bike gereist, aber im Irma-Hotel dahinter hat er logiert

Städtchen Cody

Ausrüstung für Western-Begeisterte gibt es hier in vielen Läden

 

Städtchen Cody

Dermaßen gerüstet kann man am täglichen (Touristen) Rodeo aufkreuzen

Yellowstone National Park

Der älteste Park Amerikas erwartet uns
 

 

Yellowstone NP

Und gleich wie: ein junger Grizzlybär auf Futtersuche im Schnee

Yellowstone NP

Für das Foto wird so nebenbei auch noch posiert
 

 

Yellowstone NP

Bisons sind allgegenwärtig und ohne Gefahr zu fotografieren - man hat ja Teleobjektive

Yellowstone NP

Wie lange braucht ein Bisonbulle zum Aufstehen - und wie schnell ist Ursula beim Laufen?

 

Yellowstone NP

Ein prächtiger Wapiti Hirsch liegt im Unterholz
 

Yellowstone NP

Auch neben dem Weg sind Wapitis oft zu sehen - anscheinend an fotonarrische Besucher gewöhnt

 

Yellowstone NP

Ein Elchjunges galoppiert hinter der Mama her - ein Schnappschuss, der mich besonders freut

Yellowstone NP

Die Wasserfälle des Yellowstone Rivers und sein Grand Canyon

 

Yellowstone NP

Im Norris Geysir Becken bewegen wir uns durch mystische Stimmungen

Yellowstone NP

Die Urgewalt aus den Tiefen der Erde ist hier sehr gut zu sehen

 

Yellowstone NP

Auf Holzstegen ist eine Nahbesichtigung möglich
 

Yellowstone NP

Farbenprächtige Mineralterrassen bei den Mammoth Hot Springs

 

Yellowstone NP

Wundervolle Minerva Terrace - so hat sie vor zehn Jahren ausgesehen

Yellowstone NP

Diese Terrassen sind über 30 Meter hoch - ein fragiles Gebilde, das ständig verändert wird
 

 

Yellowstone NP

Gebilde menschlicher Natur: ein Parkplatz nur fürs Klogehen und gleichzeitige Warnung vor eventuellen Hirschen...

15. bis 22. Juni 2008 - State of Washington/Kanada - Vancouver Island

Zurück am Highway 90 liegt für heute eine lange Fahretappe vor uns. Es ist bereits Montag, der LKW-Verkehr hat zugenommen. Doch wir lassen uns geschwindigkeitsmäßig nicht antreiben und halten streng unser Tempo mit 55 mph - der Spritpreis liegt bei $ 4,27...

Seattle empfängt uns über Interstate Highway Nr.5 auf mittlerweile 6 Fahrbahnen, doch Ursula lotst uns ohne Probleme rund um den Hafen zur vorgeschobenen Halbinsel Alki Beach. Der Name sagt nichts über die Bewohner aus, dennoch gibt es hier Kneipen ohne Ende. Und der Alkohol ist auch schuld, dass wir kurz vor Mitternacht unseren Schlafparkplatz wechseln: Gegenüber findet eine Beachparty statt, etwa 15 Halbwüchsige besaufen sich im Eiltempo am Strand. Leider zerstöre ich beim Ausparken die Regenabdeckung der Kühlschrank Lüftung am Dach von Rosinante - ein Ast war zu tief!
Fast vergessen: Erwähnenswert das Fischlokal Spud, welches wir von früheren Besuchen kennen und wie immer die besten Fish'n Chips weit und breit serviert.

Regen setzt in der Nacht ein, ausgerechnet jetzt wo die erwähnte Abdeckung fehlt. Im Großraum von Seattle nach Ersatz zu suchen erscheint sinnlos, denn wir wollen ja mit der Fähre auf die Olympia-Halbinsel rüber und die wartet nicht auf uns. Beim AAA (Automobil Club) am anderen Ufer  bekommen wir eine gute Adresse von einer Werkstätte mit Ersatzteilverkauf und auch gleich Kartenmaterial für die Weiterreise in Kanada.

Port Angeles am Nordende der Halbinsel ist Ausgangspunkt für die Fähre nach Victoria / Vancouver Island. Am Dienstag Nachmittag überqueren wir die Strait Juan de Fuca und laufen gegen 19.00 Uhr im Hafen von Victoria ein - Kanada ist erreicht und damit liegt die Monsteretappe "Anfahrt Amerika" hinter uns. Das soll jetzt nicht abwertend klingen, doch nach unserem Plan und vor allem nach unseren Vorstellungen und Recherchen beginnt ab nun die wahre TRANSAMERICANA - die Reise vom Pazifik zum Atlantik.

Ein Plus von 4.158 Meilen zeigt unser Zähler, das sind 6.653 gefahrene Kilometer seit Lakeland/Florida. Drei Zeitzonen liegen hinter uns und die Klimazonen haben alles geboten, was ein Meteorologe nicht gerne in der Vorschau berichtet. Nun sind wir gespannt, wie der Sommeranfang sich in Kanada gestaltet.


KANADA

Victoria/Vancouver Island

Der Parkplatz an der Montreal Ave bietet noch immer 24h-Parken an und ist daher ausgezeichnet fürs Übernachten geeignet - einige andere Camper sind auch der selben Meinung. Am Hafen unten liegt das Milestone Restaurant - direkt gegenüber das Parliament-House von Victoria, welche ja die Hauptstadt von British Columbia ist. Wir haben Glück und bekommen einen Tisch in Fensternähe zugewiesen. Anmerkung dazu: Wie auch in den USA ist es in Kanada nicht erwünscht (und auch nicht möglich) einfach in ein Lokal zu spazieren und den nächsten freien Tisch zu belegen. "Wait to be seated" steht unmissverständlich auf einem Schild und das soll man tunlichst beachten!
Also - der Tisch in Fensternähe ist deshalb wichtig, weil bei Einsetzen der Dunkelheit die Silhouette des Rathauses von tausenden Glühlampen (übrigens Energielampen!) erleuchtet wird. Klingt irgendwie kitschig, ist aber sooooo schön.

Unser Kalender vom WWF im Camper hat viele Tage nach besonderen Anlässen bezeichnet - der 17. Juni war z.B. der Tag der Wüstenbildung. Aber der heutige Mittwoch wird von uns mit einem Namen versehen: Tag des Preisschocks! Bei der Ausfahrt aus Victoria passieren wir die erste Tankstelle: Treibstoff kostet 1,42 kanadische Dollar - nein, nicht die Gallone: der LITER! Somit nochmals eine Steigerung zu den USA, schei... Nun gut, immerhin nur zwei Drittel wie in Europa wird man jetzt sagen - aber unser Truck ist halt kein genügsamer Europäer (1 kanadischer Dollar = ca. Euro 0,70).
Die nächste Überraschung folgt im Liquor-Store: Bier kostet das Doppelte wie in den USA - auf Österreich umgerechnet, na ja sagen wir mal: eine Halbe Bier im Geschäft Euro 1,50 !!! Das werden ja schöne Aussichten... Und der Einkauf im ersten Lebensmittel-Supermarkt krönt die heutige Schockwelle. Ein Vergleich mit den Tage- und Ausgabebüchern aus dem Jahr 2002 ergibt bei manchen Artikeln fast eine Verdoppelung. Erwähnenswert auch ein relativ kleiner Posten - Ansichtskarten. Kostet eine Karte schlichte 30 Cent, so berappt man für die Marke nach International, also auch nach den USA sagenhafte CAD 1,65. Na ja, wir sind ja vorgewarnt: Auf der Fähre kamen wir mit einem Inselkanadier ins Gespräch. Er nennt als einen Grund der Teuerung unter anderem die Olympiade in Vancouver Winter 2010. Seiner Meinung nach hätte diese Olympiade nach Österreich gehört, nach Salzburg - wo doch so viel Geld vorhanden ist! Wir sind da genau gegenteiliger Meinung, vermeiden aber eine Diskussion...


Die Meile 0 des Transcanada Highways Nr.1 wird mit einer Tafel unterhalb des Beacon Hills in Victoria gekennzeichnet. Der Beginn einer 4.500 Kilometer (mit Unterbrechungen) langen Straße, der wir nun am Anfang folgen. Kurz vor Nanaimo zweigt eine Forest-Road zu den gleichnamigen Seen ab, wo wir unser "Einsamcamperlagerfeuerleben" starten. Wir haben noch vier Tage bis zur Abfahrt der Fähre von Port Hardy nach Prince Rupert und nun ist endlich so ein Gefühl von Ruhe und Entspannung eingekehrt. Eigenartig, doch so ein Termin (weil lange vorreserviert) drängt manches Mal zum früheren Aufbruch, weil es könnte ja noch was passieren...

Der Twin Lake nördlich von Campbell River ist bereits ein wirklich alter Bekannter. Zwei Mal mit Hieronymus und ein Mal schon mit Rosinante waren wir am versteckten Camp direkt am Ufer des ersten Sees. Eigentlich sind es ja deren drei, denn einen Kilometer nördlich liegt noch Mahone Lake, zu dem wir am Abend wandern. Dabei kommt uns zum Bewusstsein, dass wir uns im Bärenrevier bewegen und doch ein wenig sorgfältiger und vor allem vorbereiteter sein sollten. Frische Bärenlosung auf der Forststraße ist immerhin eine Bestätigung für die Anwesenheit von Black Bears!

Zwischen Vancouver Island und den Coast Mountains befinden sich zahllose Inseln. Dazwischen schlängelt sich die Inside Passage durch und im Abschnitt der Johnstone Strait kennen wir ein Logger-Camp direkt unten am Wasser. Die Anfahrt über 30 km Schotterstraße nehmen wir dafür gerne in Kauf, denn dieser Platz gehört zu unseren absoluten Favoriten - wenn es so was bei Camps überhaupt gibt? Bei der Abfahrt ertönt urplötzlich ein hässliches und vor allem lautes Geräusch aus Richtung rechtes Vorderrad. Meine Vermutung liegt bei einem Steinchen, das sich irgendwie bei der Bremsscheibe verkeilt hat. Mehrmaliges Vor- und Rückwärtsfahren löst das Problem nicht, das Rad muss runter! Und tatsächlich - der Übeltäter lässt sich entfernen und nach knappen 50 Minuten sind wir wieder unterwegs. Das Ganze betrachten wir als eine Art Generalprobe für eine tatsächliche Reifenpanne. Was wir nicht so sehr betrachtet haben ist unsere Umgebung. Denn keine zwei Minuten später rennt ein Schwarzbär vor uns auf der Straße und verschwindet erst nach einiger Zeit im Unterholz. Na gut...

Eve River Logging Up heißt die Mündung des Eve Rivers und hier endet auch die Hauptstrasse der Logging Trucks. Die gewaltigen Baumstämme werden bis zu dieser Bay übers Wasser gebracht, hier auf die LKW verladen und dann nach Campbell River zur Paper Mill gebracht. Naka Creek liegt sieben Kilometer weiter und ist das aufgelassene Camp, das bis 1986 als Verladestelle gedient hat. Heute lebt hier eine Ehepaar, das den kleinen Platz betreut und dankbar für jeden Ratscher mit Neuankömmlingen ist. Rosinante ist der einzige Autocamper heute, neben uns steht ein Zelt, das zu einem Kajaker gehört. Wie wir erfahren, ist er von Seattle aus gestartet - sein Ziel ist Alaska !!! Minimum 65 Tage in einem schmalen Kajak unterwegs, alles muss mitgeführt werden vom Wasser bis zum Zelt, von der Bekleidung bis zur Verpflegung - einfach alles. Es lebe der wahre Abenteurer und unsere Bewunderung begleitet ihn auf seinem weiteren Weg.

Für uns gestaltet sich das Outdoor Leben doch etwas einfacher und das Kochen am Feuer ist eine willkommene Abwechslung. Auch das Wetter beteiligt sich am Wechsel: Nach kurzen Regengüssen scheint ebenso kurz die Sonne. Dafür frischt der Wind kräftig auf, die Wellen klatschen ganz ordentlich an die Felsen - unser Nachbar mit dem Kajak schaut etwas besorgt drein. Unser Lagerfeuer braucht mittlerweile auch Windschutz, die dicken Jacken werden nun erstmals aus dem Kasten rausgeholt. Dermaßen gerüstet betrachten wir am späten Abend noch die riesigen Cruise Liner, die den langen Weg von Alaska runter nun bald beendet haben - Ziel ist Vancouver.

Für uns beginnt der Sonntag gleich gemütlich wie alle anderen Tage, unser Nachbar hat allerdings bereits etwas Eile: Die einsetzende Flut kann mit ihren Südströmungen seine Weiterfahrt gehörig bremsen, muss er doch genau wie wir nordwärts. Unsere Reiserichtung geht auch dorthin, doch vorerst queren wir auf einer passablen Forststraße die Küstenberge durch das Naturjuwel Tsilika Wilderness Preserve. Und da sich in der Wildnis neben Füchsen höchstens noch Bären herumtreiben, kriegen wir auch gleich welche zu Gesicht. Ständig am Futtern lässt sich weder N°1 und schon gar nicht N°2 stören. Wir haben das Gefühl, dass sich eine gewisse Neugierde im Naturell des Bären befindet, denn die Distanz zwischen ihm und und uns wird ständig kleiner. Doch befindet sich dazwischen ja immerhin noch eine massive Autotüre...

Empress Hotel

Das feudale Hotel am Hafen von Victoria - gegenüber legt die Fähre aus den USA an

 

Totempole Park

Traditionen der Küstenindianer - First Nation heute genannt - sieht man fast nur mehr im Museum

Trans-Canada-Highway

Die Meile 0 des Highways befindet sich hier auf der Insel und er endet auf einer Insel im Osten des Kontinents - Newfoundland

 

Twin Lake

Immer wieder romantisch das kleine Camp am Twin Lake in der Nähe von Campbell River
 

Road to Naka Creek

Das Rad muss runter, hinter der Bremsscheibe hat sich ein Stein verklemmt

 

Naka Creek

Wildromantische Natur entlang des Naka Creek's
 

Camp am Naka Creek

Am Abend gibt es ein Feuer im Ring - auch zum Wärmen gedacht wie man sieht

 

An der Johnstone Strait

Warm angezogen betrachten wir spätabends noch die großen Schiffe auf dem Weg nach Vancouver

Naka Creek Stone-Chicken

Wer hat da wohl diese Eier gelegt?
 

 

Tsilika Wilderness Preserve

Atemberaubende Bilder auf der Fahrt durch das Tal des Tsilika Rivers auf Vancouver Island

Schwarzbär Nummer 1

Für den Bären und für uns gilt das Gleiche: Distanz bewahren

 

Schwarzbär Nummer 2

Keine Angst: zwischen Objektiv und Bär befindet sich eine stabile Autotüre...

23. bis 30. Juni 2008 - Vancouver Island/Mainland British Columbia/Yukon

Am B.C.Ferries Hafen-Terminal in Port Hardy übernachten wir, denn unsere Fähre startet um 7:30 Uhr, Verladung beginnt zwei Stunden vorher. Das Wetter hat Erbarmen und zarter Sonnenschein zeigt sich am Horizont. Diese Fährüberfahrt hat uns schon lange gereizt, doch scheiterte es bisher an diversen Gründen. Nun, bei den gestiegenen Treibstoffkosten ist es fast egal, ob wir ins Schiff investieren oder in unseren Truck. Und es es gibt einen fahrfreien Tag...

Was für Europäer eine Schifffahrt entlang der Küste Norwegens ist, das ist für Kanadier (und natürlich alle Touristen) eine Fahrt durch die Inside-Passage. Das Fährschiff nimmt dabei eine wesentlich engere Route als die großen Liner und bewegt sich zu 95% innerhalb der vorgelagerten Inseln. Wald, Berge, Schnee, Wald und wieder Wald und natürlich viel Wasser rundum - ab und zu ein paar verlassene Häuser und noch aktive und bewohnte Leuchttürme. Einsamkeit pur, eigentlich Abgeschiedenheit, denn am Landweg ist rein gar nichts zu erreichen. Über Lautsprecher werden die wichtigsten Punkte erläutert und auch Fischsichtungen angekündigt. Zuerst sind es scharenweise Delphine, welche das Schiff begleiten. Aus purem Spaß, so scheint es, surfen sie in den Heckwellen und springen dabei über zwei, drei Meter weit aus dem Wasser. Aufregend wird es, wenn Wale angekündigt werden. Meist sieht man aber nur den Blaser weit draußen und auch mit dem Fernglas sind nur dunkle Rücken zu erkennen. Doch eine Herde Orcas und später dann auch ein Grauwal nähern sich relativ nahe und die Passagiere geraten aus dem Häuschen. Vor uns sitzt ein junges Paar aus Deutschland, die zwei Tage vorher eine Wale Watching Tour in Telegraph Cove absolviert haben. Beim Preis von CAD 110.00 pro Person wurde 100%ige Sichtung garantiert (!) - gesehen haben sie weniger, als jetzt auf der Fähre - so erzählt uns sarkastisch der junge Mann.

Zwei Stunden vor Prince Rupert, dem Endziel der Fähre, verschlechtert sich das Wetter drastisch. Sturmböen und heftiger Regen vertreiben uns ins Innere des Schiffes und da bleiben wir bis zur Ankunft. Es ist jetzt 22:30 Uhr, die Überfahrt dauerte somit 15 Stunden. Für ein paar Stunden Schlaf steuern wir den Parkplatz an der Harbour-Mall an, dort ist auch die Visitor-Information untergebracht.


Kutzeymateen Valley (es gibt vier verschiedene Schreibweisen und ich glaube sieben verschiedene zum Aussprechen) ist bekannt für seine Population an Grizzly Bären. Da werden natürlich auch spektakuläre Touren angeboten. Ein Angebot schauen wir uns näher an und verlassen nach sehr kurzer Zeit und kopfschüttelnd das Büro. Warum? Nun, das Büromädel legt uns einen Prospekt hin, erklärt dass wir zwei Stunden mit dem Boot in den Sound reinfahren, dort zwei Stunden bleiben (am Boot, mit Lunch natürlich) und dann wieder zwei Stunden zurück fahren. Meine Frage, ob wir denn nicht an Land gehen, beantwortet sie mit:"...wenn du schneller laufen kannst als 50kmh, dann ja!" Ja, und wie soll man dann Grizzly Bären zu Gesicht bekommen? Weiter im Text:"...das ist eine Sanctuary, die Bären kommen ans Ufer, wir haben 100% Garantie dafür". Also, weil das ein Schutzgebiet ist kommen die Bären ans Ufer (an der Leine etwa - hab ich nicht gesagt) und vom schwankenden Boot kann ich dann fotografieren? "Exactly!" strahlt das Mädel und nennt im gleichen Atemzug den Preis: CAD 160.00 pro Person! Wir haben nicht zugeschlagen, weil das Wetter sooooo schlecht war...

Highway N°16 oder Yellowhead-Hwy beginnt in Prince Rupert und führt entlang des Skeena Rivers aus den Küstenbergen heraus. Das Wetter hat sich wieder beruhigt, wenngleich die Temperaturen noch weit weg von sommerlich sind - 16° am Tag und "huschige" 6° in der Nacht. Doch Heizung und Schlafsack bewahren uns vor Frostbeulen und mit den länger werdenden Tagen ist es auch länger warm - das reden wir uns halt ein. Bei Kitwanga erfolgt dann der große Richtungswechsel - es geht ab nun nur mehr nach Norden! Doch vorher haben wir an der Tankstelle noch ein Problem mit unserer Kreditkarte, das fast ins Auge gehen hätte können. Die Bank of America Karte ist eigentlich eine Debit-Karte - also gibt es nur Geld (oder Treibstoff) solange Geld am Konto ist. Die liebe Tankmaid ratscht die Karte aber mit Credit durch (das merke ich aber erst viel später) und das wird natürlich nicht anerkannt (not authorized). Im unverständlichen nativem Dialekt teilt sie mir das (wahrscheinlich) mit und noch ein bisschen mehr. Ich gehe mit dem ausgedruckten Beleg zurück zum Wagen, diskutiere mit Ursula was das etwa bedeuten kann - wir werden beide nicht schlau daraus. Wir fahren weg...
Im Ort Kitwanga überholt uns ein roter Pickup, stoppt, ein Bursch steigt aus und teilt uns mit, dass wir das Benzin nicht bezahlt hätten! Worte hin und her, Entschuldigung meinerseits, wir fahren natürlich sofort zurück. Dann böse Blicke in der Tankstelle, Telefonat mit dem Sheriff und dann Entwarnung! Puuh, ich kann glaubhaft machen, dass mein Englisch nicht das Beste ist (!) und überhaupt ist alles so neu für mich...


Cassiar Highway - das bedeutet Abenteuer, Einsamkeit, Schotterstrasse, Logging-Trucks mit Staubwolken bis zum Horizont, bei Regen wahre Schlammschlachten, Steine auf die Windschutzscheibe (ziiing- und ein Sprung ist drin), Reifenpanne und wenig Tankstellen auf fast 750 Kilometern. Klingt doch empfehlenswert? Nun gut -. das war im Jahr 1997, als wir das erste Mal den Cassiar befahren haben, und zwar von Nord nach Süd. Heute ist der Highway eine viel benutzte Alternative zum Alaska Highway und dementsprechend wurde die Infrastruktur verändert. Mehr als 85% sind asphaltiert, der Rest mit Hard Seal wetterfest gemacht. Die Holzindustrie hat sich andere Jagdgründe gesucht, denn bei den heftigen Treibstoffpreisen ist ein langer Landtransport recht kostspielig. So begegnen uns nur jede Menge von RV's (recreational vehicle - so heißen die riesigen Wohnmobile hier), die scharenweise in den Süden ziehen. Später kriegen wir dann mit, dass der kundige Tourist den Alaska Hwy hochfährt und den Cassiar runter - immer schön gegen den Uhrzeiger, so wie in den meisten Broschüren beschrieben. Die Füchse sind da halt wieder mal verkehrt unterwegs...

Nur ein Ziel ist niemals verkehrt, nämlich der kurze Abstecher (mit kurz sind eh' nur 130 km gemeint) nach Stewart und Hyder. Zwei winzige Orte die etwas trennt: die Grenze von British Columbia und Alaska, genauer von Kanada zu den USA. Allein die Anfahrt auf dem Hwy 37A der großmundig, aber zu recht Glacier Highway genannt wird, ist schlichtweg einzigartig. Bear Lake und Bear Glacier - einer der wenigen Gletscher dieser Erde, die man aus dem Auto betrachten kann. Eigentlich muss man schreiben könnte, denn wir steigen da natürlich schon aus. Und sind etwas überrascht und dann wieder doch nicht, denn der Gletscher hat sich seit unserem Besuch '97 ziemlich vom See entfernt. Erderwärmung ganz global - in 11 Jahren etwa 40 Meter Schwund. Dort wo das tiefblaue Eis einst direkt in den See kalbte, ist nun blanker Fels. Das graue Eis umklammert ihn wie eine angriffslustige Krake, doch oberhalb blitzt im Sonnenlicht noch frisches (oder sauberes) Eis durch den restlichen Schnee, den der Winter noch hinterlassen hat.

Stewart und besonders Hyder befinden sich noch im Winterschlaf. Wir schreiben zwar den 26. Juni, der meteorologische Sommer ist bereits fünf Tage alt, doch hier hat die Saison noch nicht begonnen. Offizieller Beginn, so verkündet eine Broschüre, ist der 1. Juli - Canada Day in Stewart und der 4. Juli - Independence Day in Hyder/USA. Und damit die Saison auch so richtig auflebt wird hier zusammen vier Tage gefeiert. Höhepunkt: Ein Outhouse Race durch die Hauptstrasse. Was das ist? Mit Outhouse ist schlichtweg ein "Häusl" gemeint, das irgendwie auf Räder montiert und dann bewegt werden kann. Auch Touristen dürfen sich am Rennen beteiligen, und da sicher nicht jeder Tourist mit einem Klo anreist, kann er ein solches mieten! Ob neu oder used verrät die Broschüre allerdings nicht...

Heute, eine Woche vor dem Großereignis, ist allerdings "tote Hose" sowohl hüben wie drüben. Das heißt nicht ganz, denn bei einem Fotospaziergang zwischen den alten Häusern von Hyder plötzlich ein erstickter Ausruf von Ursula: Neben einem verlassenen Holzhaus taucht ein Schwarzbär auf, schnuppert lässig in unsere Richtung und trabt los - Fluchtdistanz 10 Meter! Wir gehen langsam auf die verfallene Veranda des Hauses zu (als wenn der Bär da nicht auch rauf kommen kann) und siehe da - der Bär rennt hinters Haus. Nun schleunigst auf die andere Seite, da steht unser Truck und da drin ist auch das Teleobjektiv! Kaum habe ich das Objektiv aus der Tasche, kommt der Schwarze schon um die Ecke, mustert kurz die Umgebung, schlabbert Wasser in einer Pfütze und spaziert dann seelenruhig über die Main-Street. Er kriegt den Namen Hyder Bär, sein Porträtfoto ergänzt unsere Bärensammlung...

Noch mehr Bären sind dann ab Mitte August ganz in der Nähe zu sehen. Im Jahr 1997 waren wir zum richtigen Zeitpunkt da, nämlich dann, wenn die Lachse aus dem Pazifik zu ihren Laichplätzen flussaufwärts ziehen. Das Forest Service hat am Fish-Creek (no na!) eine Beobachtungs-Plattform errichtet, von wo wir damals Grizzly und Schwarzbär beim Lachse futtern beobachtet haben (das sollte ich dem Mädel in Prince Rupert erzählen...). Heute fahren wir daran vorbei und folgen der alten Straße zu den Kupferminen oberhalb des Salmon-Glaciers. Dabei überqueren wir erneut die USA-Kanada Grenze, ganz ohne Pass, Visa, Fingerabdruck und Foto! Irgendwie schon absurd, wenn man an das Procedere am Flughafen denkt. Doch halt - Terroristen kommen ja nicht zu Fuß ins Land! Nun - der Ausblick auf den gewaltigen Gletscher lässt uns ganz schnell die Grenzformalitäten vergessen. Kurz oberhalb der Gletschermündung in den Fluss (der natürlich Salmon River heißt, wie anders denn sonst?) ist die Weiterfahrt unterbrochen, es liegt noch viel Schnee auf der Strasse. Was einige Jugendliche dazu nutzen, mit dem Snowboard herunter zu carven - ein überraschender und ebenso witziger Anblick in dieser gottverlassenen Gegend. Beim Aussichtspunkt gibt es einen halbwegs ebenen Platz und der wird zum Nachtparkplatz für unsere Rosinante - mit fantastischem Ausblick aus der Schlafkoje.

Wieder retour in Kanada und am Glacier Highway zählen wir dieses Mal nicht die Gletscher, welche von der Straße aus sichtbar sind. Im Jahr '97 waren es 37, heute ziehen tiefe Wolken und Regenschauer durch das Tal und die Sicht nach oben ist sehr eingeschränkt. Am Cassiar-Highway richten wir den Kühler von Rosinante nun endgültig und eindeutig nach Norden und kommen damit dem Bereich der Mitternachtssonne immer näher. Schon an den letzten Tagen haben wir es deutlich bemerkt, dass es eigentlich keine Dunkelheit während der Nacht gibt. Eine Definition, wann ist Nacht und wann ist Tag ist schwierig zu bestimmen. Im Kopf kann man da auch keinen Schalter umlegen und nimmt es einfach zur Kenntnis, dass es um 23:00 Uhr noch möglich ist im Freien ein Buch zu lesen. Ja richtig: im Freien! Denn auch die lieben kleinen Bewohner von British Columbia haben Erbarmen (oder sind noch im Winterschlaf) und das Mückenabwehrmittel braucht nur wenig eingesetzt zu werden.


Heute ist Sonntag, 29. Juni, und wir schreiben nicht übers Wetter - je weiter nördlich, desto weniger Wetter. Wir haben kein Radio, lesen keine Zeitung, Fernsehen - was ist das? Wir fragen auch keine entgegenkommende Reisende und wollen auf den Rest-Areas auch nicht angesprochen werden "...how is the weather southwards?" Und genau bei einem solchen Rastplatz mit Picknicktischen und Toiletten sitzen zwei gelb eingewickelte Gestalten. Daneben stehen Fahrräder, schwer bepackt mit gelben und roten Taschen. Das heißt, dort wo noch gelb oder rot herausschaut, denn der Großteil ist braun eingefärbt. Ein Hinweis darauf, dass die Strasse nun Gravel wird, im Klartext Schotterfahrbahn. Ergibt zusammen mit Regen (jetzt nur ja kein Wetter!) eben diese braune Farbe auf den Packtaschen. Die beiden Gestalten sind Frau und Mann, wir kommen ins Gespräch, man nennt Namen. Kathi und George stammen aus Arizona, sie sind nach Whitehorse geflogen mitsamt all der Ausrüstung und radeln nun den kompletten Cassiar Highway runter. Erwähnenswert, dass beide weit über Fünfzig sind und schon halb Europa beradelt haben. Und in Alaska und Nordkanada so ziemlich jeden Abenteuer-Highway auch mit dem Bike bezwungen haben. Doch diesmal, ja diesmal: "... ist es das allerschlimmste, was wir je erlebt haben!" Ich habe das höflich übersetzt. Denn vor neun Tagen, als sie in Tucson/Arizona gestartet sind, hatte es dort 41° - well temperated! Und heute am Sonntag hat es lausige 5 Grad!!!
Womit wir doch vom Wetter berichtet haben und dabei ganz vergessen haben, dass es so ganz nebenbei auch wirklich regnet.

Es ist nicht mehr weit bis zur Kreuzung mit dem Alaska-Highway, etwa 60 Kilometer vorher übernachten wir am wunderbaren Blue Lake. An einem der Lakes, denn bei einem späteren Kletterspaziergang entdecken wir noch Nummer zwei und drei. Zu später Stunde erschallt noch "The Call of the Loon" über das Wasser, mit dem Fernglas erspähen wir zwei Sterntaucher, die eifrig herumturteln. Am Morgen gesellt sich noch ein dritter hinzu, diesmal sind sie näher am Ufer und man kann erkennen, dass es sich um zwei männliche und wahrscheinlich ein weibliches Loonie handelt. Und auf einem Baumwipfel sitzt ein mächtiger Bald Eagle - ein Weißkopf Seeadler - und beobachtet die Szenerie. Schönen Guten Morgen!

Das Städtchen Watson Lake liegt bereits im Yukon Territorry und ist diesmal für uns Versorgungsstation für den weiteren Weg nach Norden. Natürlich gehört auch der Besuch des legendären Signpost Forest dazu, wo beim Bau des Alaska Highways im Jahr 1942 ein heimwehkranker Soldat ein Schild aufgehängt hat: "Danville, Illinois - 2835 Miles, Carl K. Lindley". Und seither hängt jeder durchkommende Reisende irgendein mitgebrachtes Schild auf - mittlerweile sind es an die 65.000! Nun hängt (nein, es hing) auch ein Schild von Anthering dort - über den Weiterverbleib berichten wir später...


Einstieg in den Alaska-Highway bei Kilometer 1021 (alte Zählung) in Watson Lake Richtung Whitehorse - etwa 450 Kilometer auf dieser legendären Strasse, bevor wir dem Klondike folgen. Einmal quert die Strasse noch die Grenze zu British Columbia und den 60. Breitengrad, bevor sie bei Teslin durch den gleichnamigen See nach Norden gedrängt wird. An diesem See ist uns noch eine humorige Institution (was für eine Beschreibung...) in Erinnerung, die auch diesmal unser Abendziel sein wird. Apropos Abend: Zwischen "Sonne verschwinden" und "Sonne wieder sichtbar sein" liegen grad mal vier Stunden allerleichteste Dämmerung. Zurück zum Abendziel, welches sich Mukluk Anne's Salmon Bake nennt. Ein Restaurant im Yukoner-Stil (Blockhaus oder ähnlich), das im Hintergarten freies Camping anbietet. Der so genannte Hintergarten reicht bis ans Seeufer, Tische und Feuerstellen sind vorhanden und natürlich Seeblick - soweit das Auge reicht. Wer davon nicht genug kriegen kann, nimmt an der abendlichen Hausboot-Tour teil und schippert mit Bill, dem Seniorchef, bei launigen Sprüchen übers Wasser. Höhepunkt dabei: Sea-Gull Fütterung mit altem Brot. Von Bill werden diese Flugakrobaten Yukon Chicken genannt, versichert aber gleichzeitig, dass es im Restaurant nur Lachs gibt! Und das ist der sprichwörtliche Angelhaken: Konsumiert man nämlich diese Spezialität - geräucherter Wildlachs - im Restaurant oder auch Take Away beim eigenen Camper am Platz, ist das Rundherum tatsächlich ohne Kosten. Sogar Frischwasser und Dump-Station sind gratis. Letzteres braucht eine Erklärung: Die Abwasser- und Toilettentanks eines Campmobils müssen ja irgendwann mal geleert und gereinigt werden. Dies geschieht eben an solchen Stationen, wo auch wieder Frischwasser gebunkert wird. Soviel zu Annies Salmon, Yukon Chicken und Dump-Station...

Inside Passage mit BC-Ferries

In Port Hardy auf Vancouver Island starten wir um 7:30 Uhr Richtung Inseln

 

Delphin Begleitung

Die Heckwellen sind für Delphine eine Herausforderung zum Surfen

Ein aktiver Leuchtturm

An den schmalen Stellen sind Leuchtlichter besonders wichtig - auch bei Mitternachtssonne

 

Kreuzung Yellowhead - Cassiar Highway

In Kitwanga letztes Auftanken für die 750 Kilometer am Cassiar

Bear Glacier

Faszinierend ist die Tatsache, dass wir auf Augenhöhe mit diesem Gletscher parken können

 

Bear Glacier

Vor 11 Jahren reichte das Eis noch über den sichtbaren Felsen bis zum See

Stewart - British Columbia

Einst eine Boomtown durch die Kupferminen in den umliegenden Bergen, heute fast Ghosttown

 

Hyder - Alaska

Das Städtchen hat eine kurze Touristensaison im August und September

Hyder - Bär

Der war allerdings kein Geist sondern waschecht - aber nicht zum Knuddeln!

 

Am Salmon Glacier

Straße noch unter Schnee? Das macht Spaß für Snowboarder!

Salmon Glacier

Blick aus dem Wohnzimmerfenster von Rosinante - direkt unter uns der Gletschermund

 

Cassiar Highway

Endlose Weite liegt vor uns, gute Bedingungen -weil Asphalt- für unseren Truck

Cassiar Highway mal anders

Weniger gut empfinden es diese bewundernswerten Radler - Schotterstraße, Regen und Kälte

 

Loonies am Blue Lake

Ein Morgen mit wärmenden Sonnenstrahlen und gleich drei Sterntaucher auf dem See
 

Watson Lake Sign-Post-Forest

Mittlerweile zieren 65.000 Tafeln aus der ganzen Welt den ständig wachsenden Schilderwald

 

Watson Lake Sign-Post-Forest

Der Salzkammergut Radweg mit Abzweigung nach Anthering führt nun hier durch
 

Mukluk Anne's Salmon Bake

Abwechslung im Speiseplan gibt es hier: Geräucherte Filets vom Wildlachs schmecken hervorragend!

 

Definition Yukon Chicken

Flugakrobaten erster Klasse sind diese Sea-Gulls, die das Hausboot mit den Brot-Touristen erwarten
 

Reisetagebuch Übersicht